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Ben zi bena
Die Kunststiftung ben zi bena Merseburg e.V. hat ihr Domizil auf dem Merseburger Schlossberg und zeigt in wechselnden Ausstellungen künstlerische Sichtweisen auf die ehemalige BRD bzw. DDR
Krummes Tor
Das Krumme Tor in Merseburg bildet den Eingang zum Schlossberg. Es ist das äußere Tor der dritten Burgbefestigung von 1430.
Postgebäude
Das Merseburger Postgebäude wurde 1875 von Heinrich von Stephan neu erbaut.

…im Schlosshof noch heute ein Rabe für Verbrechen aus längst vergangenen Tagen büßt?

Der im Vorhof des Merseburger Schlosses stehende steinerne Käfig mit dem schwarzen Kolkraben erinnert noch heute an eine alte, ins 15. Jahrhundert datierte, Sage um einen diebischen Vogel und ein schicksalhaftes Fehlurteil.

 

Die älteste überlieferte Sage des Merseburger Stadtschreibers Georg Möbius (1668) geht zurück auf Bischof Thilo von Trotha (1466-1514), dessen rege Bautätigkeit in Merseburg durch sein an vielen öffentlichen Gebäuden der Stadt auftauchendem Wappen bezeugt ist.

 

Der Sage nach ließ Thilo von Trotha einen wertvollen Siegelring am offenen Fenster unbeaufsichtigt zurück. Nachdem er das Fehlen des Ringes bemerkt hatte, beschuldigte er seinen Diener des Diebstahls und ließ diesen, trotz vehementer Unschuldsbezeugungen, hinrichten. Als einige Zeit später der Ring in einem Rabennest wiedergefunden wurde, war die Unschuld des Dieners bewiesen. Als Mahnung für die Menschen, sich niemals im Jähzorn ein verfrühtes Urteil zu bilden, büßt seither ein Rabe im Schlosshof für die schlimme Tat.

 

Noch heute kann der Besucher des Merseburger Schlosses den Kolkraben in seinem steinernen Gefängnis anschauen, doch wurde ihm seit 2006, nach Tierschutzverordnungen, ein Weibchen zur Seite gestellt und der Käfig um eine große Vogelvoliere erweitert.

 

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